samos_06_02

8. Tag

Eigentlich hatte ich ja für heute angedacht, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Immerhin ist dies unser letzter Tag auf Samos.

Warum wir uns trotzdem plötzlich auf der Schotterpiste zwischen Kamara und Galazio wiederfanden, mag an Ulrike und Jannis’ leckerem Sonntagsfrühstück oder auch am traumhaften Wetter gelegen haben. Ich hatte jedenfalls Lust, noch ein wenig in die “Wildnis” zu fahren.

Die Strecke durch die Wälder der Nordostküste und vorbei am Arkoudolakka – Hochtal ist wunderschön. Nach einigen Kilometern fällt dann die Landschaft ab und gibt den Blick auf die Steilküste und das Meer frei. Wir haben mal wieder eine besonders schöne Ecke unserer Trauminsel entdeckt.

Wir machen einen Abstecher zur Agios Antonios – Kapelle und rumpeln dann weiter über Galazio nach Agia Paraskevi, wo wir uns ein wenig Meeresgetier als Imbiss gönnen. Zurück geht es durch Kalami und Samos-Stadt nach Ireon.

Mit einem leckeren letzten Abendessen und einem Abschiedsouzo (oder zwei… oder so…) wird dieser Urlaub zu Ende gehen.
Morgen früh bringt uns Aegean Airlines wieder nach Athen, die Lufthansa nachmittags nach München und die Bahn zurück an den Bodensee.

Mai 2004

1. Tag:

Nach unserer Ankunft im Hotel Sama müssen wir natürlich erst einmal unseren Urlaubsort Pythagorion erkunden.
Wir schlendern durch die Gassen, beobachten das bunte Treiben am Hafen und fühlen uns einfach rundum wohl.

2. Tag:

Nicht zu fassen, es regnet ! Trotzdem bummeln wir wieder an den Hafen und retten uns bei jedem Schauer in einen anderen
Souvenirladen. Nachmittags gibt es wieder strahlendes Urlaubswetter.

Wir spazieren hinauf zum Kloster Panagia Spiliani und genießen die herrliche Aussicht auf Pythagorion (und die Landebahn des Flughafens…).

3. Tag:

Etwas unruhig verlassen wir morgens unser Hotel: Wir haben über das Internet einen Mietwagen reserviert – na hoffentlich klappt das… Gleich darauf große Erleichterung: Wir werden von Sandy wie alte Bekannte begrüßt, die Formalitäten sind blitzschnell erledigt, das Auto ist einwandfrei und der Tank randvoll ! Dann kann’s ja losgehen!

Über Mytilinii fahren wir zur Nordküste, bummeln eine Runde durch Kokkari und fahren weiter ins Nachtigallental. Dort wandern wir ein wenig auf alten gepflasterten Maultierpfaden, bevor wir unserem kleinen Auto die Serpentinen nach Manolates zumuten, um bei “Loukas” Mittag zu essen.

Nach dem von Loukas gespendeten Souma gerade noch fahrtüchtig, geht es weiter zum Potami-Beach. Nach kurzer Zeit geben wir den Versuch auf, bei der recht kräftigen Brandung zu baden und gönnen uns lieber ein Nickerchen im Schatten eines Baumes.

Ausgeruht wandern wir dann das Potami-Tal hoch, bis wir auf eine abenteuerliche Holztreppe stoßen. Die Neugier siegt und wir wagen den Aufstieg und auch den Abstieg über rutschige Felsplatten auf der anderen Seite – mit der Erkenntnis, dass man, um die Wasserfälle zu sehen, auf jeden Fall ins Wasser muss…

Wir folgen der Insel-Ringstraße weiter bis Koumaradei und geniessen in der Taverne “To Balkoni” die herrliche Aussicht und einen Kaffee, bevor die “Inselrundfahrt” (im wahrsten Sinne des Wortes) mit dem Rückweg nach Pythagorion zu Ende geht.

4. Tag:

Nach dem Frühstück machen wir uns auf zur Bushaltestelle und lassen uns nach Samos-Stadt chauffieren.
Wir bummeln über den kleinen Wochenmarkt an der Agios Spyridon-Kirche und betreten dann erwartungsvoll das Archäologische Museum.

Erstaunlich, was so alles aus der samiotischen Erde “ausgebuddelt” wurde: Winzige bis riesige Opfergaben aus allen (damals bekannten) Ländern rund ums Mittelmeer, Statuen, Reliefs, Haushaltsgegenstände und natürlich der fast 5 Meter hohe “Kouros”, die Statue eines nackten Jünglings, an dem mich aber (altersbedingt ?) besonders die rechte Faust mit dem unglaublich exakt gearbeiteten Daumen fasziniert.

Erschöpft von so viel Kultur genehmigen wir uns erst mal einen Frappé im schön schattigen Stadtgarten-Café, bevor wir die “Einkaufsmeile” bis zum Fährhafen unsicher machen. Souvenirläden wechseln sich mit Boutiquen, Antiquitätenhändlern und Schmuckgeschäften ab, eine schöne Mischung für einen Einkaufsbummel. Besonders angetan hat es uns ein Haushaltswarenladen in dem es eine gigantische Auswahl für das heimische Tortenbacken gibt: Backformen in allen Größen und Motiven, bunter Zucker, Deko-Mickymäuse, Schablonen für die Verzie

Anschließend legen wir an einem kleinen Strand ein Päuschen und Sonnenbad ein.

Auf dem Rückweg sehen wir, dass im Hafen gerade eine große, moderne Fähre beladen wird. Das Auslaufen wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also nehmen wir auf der Terrasse des Hotel “Samos” Platz und beobachten bei leckeren Sandwichs und frischem Orangensaft, wie die Fähre den riesigen Anker lichtet, im Hafenbecken eine 180°-Wendung auf der Stelle macht und -für deutsche Verhältnisse- recht flott aus dem Hafen dampft.

Die Rückfahrt im Bus verbringen wir auf der Ausstiegstreppe sitzend. Immerhin durften wir nach einem kurzen “Gespräch” zwischen Fahrer und Schaffner doch noch in den vollbesetzten Bus einsteigen…

5. Tag:

Mit dem Bus fahren wir Richtung Ireon, steigen am Heraion aus, bummeln über das Ausgrabungsgelände und bewundern die fein verzierten Säulenreste, die Gipsnachbildung der Geneleos-Gruppe (und der “einsamen Füße”) und natürlich die heute etwa noch 10 Meter Colonna-Säule.

Anschließend spazieren wir nach Ireon hinein, durch das Ufersträßchen bis zur Platia am Meer, wo wir uns “dringend” in der Plori Bar bei einem Frappé erfrischen “müssen”. In einem bequemen Sessel, die Füße auf der Ufermauer, beobachten wir die hereinschwebenden Flugzeuge – herrlich !!!

Weiter geht es am Fischerhafen vorbei zum Papas-Beach. Wir machen es uns auf einer kleinen Terrasse gemütlich, klettern ab und zu zum Strändchen hinunter und wagen uns ins ziemlich “frische” Wasser. Später gönnen wir uns noch ein kleines Mittagessen und werden von Papa Kostas zu seinem Namenstag mit Pralinen verwöhnt.

Den Rückweg nach Pythagorion wollen wir zu Fuß bewältigen.
Wir spazieren am Strand entlang, überqueren den Imvrassos von Stein zu Stein springend, kämpfen uns durch Gestrüpp und an einem “duftenden” Ziegenstall vorbei, klettern am Rand einer ans Meer gebauten Terrasse entlang (Na ja, da der Herr auf der Terrasse unseren Gruß freundlich erwidert, kommt das wohl entweder selten oder ständig vor…) und erreichen irgendwann den etwas bequemeren Strandweg, der uns nach Potokaki und auf die Straße nach Pythagorion führt.

6. Tag:

Das Wetter ist strahlend schön und recht windstill – beste Voraussetzungen für eine angenehme Bootstour. Wir klettern auf Vassili’s frisch geputztes Boot “Agia Thekli” und suchen uns ein Plätzchen unter dem Sonnendach. Am Bug sitzen bereits 2 Skandinavierinnen, etwas später kommt noch ein deutscher Herr dazu. Bald legt Vassilis ab und wir tuckern aus dem Hafen und an der Küste entlang nach Ireon. Da dort niemand zusteigen will, geht es gleich wieder weiter. Vassilis sitzt gelassen hinter dem Steuerruder, raucht sein Pfeifchen und das Radio dudelt vor sich hin.

Nach einer Weile verschwindet er in der Kajüte und kommt mit einem Teller mit Gurken- und Tomatenstücken und einer Kanne voll eiskaltem Ouzo wieder zum Vorschein. Während er die Leckereien an seine Fahrgäste verteilt, nimmt er auch gleich die Bestellung für das Mittagessen auf. Zur Auswahl stehen Fisch oder Fleisch vom Grill.

Wenig später erreichen wir die kleine Insel Samiopoula.
Die “Agia Irini” von Captain Jannis hat ihre Gäste schon abgesetzt und liegt in der Nähe des Anlegers vor Anker.

Nachdem auch wir angelegt haben und Vassilis uns über die Zeiten für Mittagessen und die Rückfahrt informiert hat, spazieren wir über einen Ziegenpfad zur kleinen, sandigen Badebucht. Wir finden noch ein Plätzchen unter einem Sonnendach und testen erst einmal die Wassertemperatur – herrlich !!!

Um die Mittagszeit nimmt Captain Jannis seine Gäste wieder an Bord und tuckert weiter zum Tsopela-Strand. Wir 5 von Vassili´s Boot sind plötzlich allein am Strand und wir fühlen uns wie im Paradies.

Zur abgemachten Zeit treffen wir uns in der kleinen Taverne oben auf dem Hügel. Vassilis steht bereits am Grill und seine (über 80-jährige) Mutter werkelt in der Küche. Es gibt Koteletts oder ganze Fische vom Grill, Bauernsalat mit eigenem (!) Ziegenkäse, Tsatsiki, Brot und zum Nachtisch leckere Wassermelonen-Stücke.

Satt und zufrieden verdösen wir den Nachmittag am Strand, bis wir wieder aufs Boot klettern und uns auf den Heimweg machen. Jetzt verwöhnt Vassilis uns mit süßem Samos-Wein und mit Zimt bestreuten Apfelschnitzen. Schwungvoll legt er wenig später wieder im Hafen von Pythagorion an.

Am Abend überrascht uns unsere Stamm-Taverne, das “Varka” mit Live-Musik: Ein Gitarre- und ein Bouzoukispieler geben zusammen mit einer wirklich guten Sängerin griechische Klassiker zum Besten. Ein krönender Abschluss für einen wunderschönen Tag…

7. Tag:

Nach dem Frühstück bummeln wir aus dem Ort hinaus, vorbei an der Feuerwehr, die mit ihren Fahrzeugen einem deutschen Feuerwehrmuseum gleicht, besuchen die römischen Thermen und das Volkskundemuseum im Doryssa Bay Village. Zurück nehmen wir den schönen Uferweg. Den Nachmittag verbringen wir im schattigen Hotelgärtchen bei Kaffee und vielen Runden “Triomino”.

8. Tag:

Wir vertrödeln den Tag in Pythagorion und im Hotelgärtchen, bevor das Taxi uns wieder zum Flughafen bringt und wir uns von Samos verabschieden müssen…

September 2006

Musste meinem Mann Martin unbedingt mal meine Trauminsel zeigen…

1. Tag:

Nach einem ruhigen Flug, der typischen Samos-Landung und einer recht zügigen Kofferausgabe treten wir aus dem Flughafengebäude. Unsere Gastgeberin Ulrike erwartet uns wie besprochen und wir werden aufs Herzlichste begrüßt. Auch Sandy, unser Lieblings-Autovermieter ist da. Ich freue mich, ein bekanntes Gesicht zu sehen, und fühle mich schon ein bisschen zu Hause. Schnell ist unser Gepäck in Ulrikes Golf verstaut und schon geht es durch die fortgeschrittene Dämmerung nach Ireon.

In der Pension Ermioni angekommen, beziehen wir unser Zimmer, machen uns ein wenig frisch und spazieren in Richtung “Yiannis Taverne”, wo wir uns mit den Animal-Care-Transportfahrern Jörg und Max zum Abendessen verabredet hatten. Da die beiden unser Treffen nicht gerade geheimgehalten hatten, wächst der Vierertisch im Laufe des Abends um vier oder fünf weitere Personen an und es wird eine sehr lustige Runde. Zum Abschluss müssen wir auf Jörgs Anraten noch den Souma in der Summertime-Bar verkosten, bevor wir uns dann entsprechend bettschwer auf den Heimweg machen dürfen.

2. Tag:

Nur schwer können wir uns von der schönen Frühstücksterrasse unserer Pension losreißen. Martin hatte sich für die Variante “Pythagorion zu Fuß” entschieden, also müssen wir langsam los.

Wir bummeln durch Ireon, überqueren die Imvrassos-Brücke und spazieren an der Strasse entlang zum Heraion. Puuuh, schon ganz schön heiß… Nach einem Rundgang über das Ausgrabungsgelände setzen wir unseren Weg über den Busparkplatz und einen Trampelpfad in Richtung Strand fort. Einige kleine Klettereien und wir erreichen die Strandpiste, die uns bis Potokaki führt.

Auf der Asphaltstrasse geht es dann weiter, mit einem kleinen Abstecher zu den Römischen Thermen, nach Pythagorion.
Die Wanderung hat uns seeehr hungrig und durstig gemacht, also stärken wir uns gleich in der Taverne “Varka”.
Anschließend bummeln wir ein wenig durch den Ort, bevor wir den Bus zurück nach Ireon nehmen.

3. Tag:

Pünktlich um 9.00 Uhr steht Sandy an unserem Frühstückstisch. Wir hatten bei ihm für 3 Tage einen Jeep (Suzuki Jimny) reserviert,
mit dem wir nun Samos erkunden wollen.

Die Formalitäten, incl. einer eingehenden Fahrzeugeinweisung für Martin, sind schnell erledigt. Noch eben die Tasche für unterwegs gepackt und los geht’s.

Über Pythagorion und Paleokastro fahren wir in den Osten der Insel. Den ersten Halt machen wir am Kloster Zoodochou Pigis. Nach einem kleinen Rundgang in der gepflegten Klosteranlage geniessen wir die traumhafte Aussicht bis zur Bucht von Kerveli und zur türkischen Küste. Anschliessend geht es über Kamara in Richtung Samos-Stadt.

Am Amphitheater oberhalb von Ano Vathi parken wir unser Auto und spazieren durch die Gassen der Altstadt hinab in die Inselhauptstadt.
Wir verlaufen uns zum Glück ein wenig und stoßen dadurch auf die Feuerwache. Nachdem (mein Feuerwehrmann) Martin die Fahrzeuge sachkundig beäugt hat, können wir weiter zur Agios Spiridonas Kirche.

Ein kurzer Bummel über den kleinen Markt und dann auf ins Archäologische Museum. Obwohl dies bereits mein zweiter Besuch ist, faszinieren mich die Ausstellungsstücke erneut. Fast schon traditionell legen wir nach dem Museumsbesuch ein Päuschen im Stadtgartencafé ein.

Wieder oben in Ano Vathi starten wir unseren kleinen Jeep und fahren zurück nach Kamara, wo wir auf die Schotterpiste nach Agia Paraskevi abbiegen. Irgendwo müssen wir wohl eine Abzweigung falsch genommen haben, denn plötzlich stehen wir auf dem Gipfel des Profitis Ilias, oberhalb von Samos-Stadt. Egal, da wollten wir später sowieso noch hin. Nachdem wir den tollen Rundblick über Samos-Stadt, die Nordküste und die Inselchen der Nisi-Region genossen habe, rumpeln wir den Berg wieder hinunter und erreichen Agia Paraskevi nun doch noch. Es hat den Anschein, als ob inzwischen nur noch die Taverne “Aquarius” in Betrieb ist, also lassen wir uns kurzerhand dort nieder.

Der Oktopussalat und die gefüllten Zucchini sind sehr lecker und wir freuen uns über die Weintrauben, die uns der Wirt zum Nachtisch bringt.
Satt und zufrieden bummeln wir an der Bucht mit den vielen bunten Fischerbooten vorbei zum hübschen, frisch renovierten Kirchlein.

Dann geht es über die Schotterpiste auf der Nisi-Halbinsel bis zur Livadaki-Bucht. Für die doch recht beschwerliche Anfahrt ist hier ganz schön was los. Und der kräftige Wind bläst ungemütlich direkt in die Bucht hinein. Also rasch Taucherbrille, Schnorchel und Unterwasserkamera parat gemacht, und ab unter die windstille Wasseroberfläche. Leider war der Wellengang zum Fotografieren fast etwas stark und zudem hatte der Wind einiges an Müll in die Bucht getrieben. Also wieder angezogen und in den Jeep gestiegen.

Zurück nehmen wir die Strasse durch Samos-Stadt, legen einen kleinen Einkaufsstop bei “Lidl” ein und machen uns auf den Heimweg.

4. Tag:

Heute wollen wir den “Wilden Westen” von Samos erobern.

Vorbei an Pagondas windet sich die Strasse hoch über der Südküste entlang. Immer wieder blickt man auf das Inselchen Samiopoula und kann im Dunst Fourni erkennen. Dann geht es durch Ormos Marathokampou und Votsalakia immer weiter in den Westen.
Hinter Limnionas begegnen uns kaum noch andere Autos.

Am Ortsrand von Kallithea biegen wir auf die Schotterpiste Richtung Panagia Makrini ab und rumpeln in die Berge.

Obwohl die Gegend sehr einsam ist, ist die Piste doch erstaunlich gut ausgeschildert und wir erreichen problemlos die wunderschön im Wald gelegene Ai Ekatherini-Kapelle. Von hier aus geht es zu Fuß weiter, erst noch ein Stück auf der Schotterstrasse, dann auf einem kleinen Felspfad. Obwohl wir beide gute Wanderschuhe tragen, ist der Weg sehr beschwerlich und durch lose Steine auch nicht ungefährlich.

Da wir in dieser abgelegenen Gegend nicht besonders erpicht auf einen verknacksten Fuß oder ähnliches sind, geben wir unser Vorhaben, die Höhlenkirche Panagia Makrini zu besuchen, auf, gehen zurück zum Auto und machen uns auf den Weg nach Drakei. Leider ist dieser Ort hier oben nicht ausgeschildert, und so nehmen wir im Gewirr der Schotterstrassen einfach immer die bergab führenden Pisten, was uns erstaunlicherweise tatsächlich nach Drakei bringt.

Auf dem Dorfplatz werden wir schon von weitem vom Tavernenwirt Kostas mit “Hallo, hallo” und anschliessend per Handschlag begrüßt und mit einigen deutschen Höflichkeitsfloskeln auf die Dachterrasse seiner Taverne komplimentiert. Die Geschichten die im Internet von Kostas kursieren, reichen von “gräßlicher Mensch” bis “Kultstatus” – das hat mich neugierig gemacht. Auf jeden Fall ist der Aufenthalt bei Kostas ein Erlebnis. Und die Kochkünste seiner Frau sind hervorragend.

Auf dem Heimweg machen wir noch einen Bade- und Schorchelstop in Limnionas und decken uns dann in einem Verkaufshäuschen kurz vor Pirgos noch mit Honig und Bergtee ein. Anschliessend geht es zurück nach Ireon.

5. Tag:

Martin hat heute keine Lust mehr auf Schotter, also fahren wir nach dem Frühstück nach Pythagorion und schauen auf einen Kaffee in Sandys Büro vorbei. Dann geht es weiter zum Kloster Timiou Stavrou.

Offensichtlich haben die Mönche heute keine Lust auf Besuch, denn das Klostertor ist fest verschlossen. Wir amüsieren uns über einige andere Touristen, die verzweifelt versuchen, das Tor zu öffnen: “Da steht geöffnet ab 9.00 Uhr, also muß doch…” und fahren im Bogen über Mavratzei zurück auf die Hauptstrasse.

Über Chora und Mytillinii erreichen wir die Nordküste und fahren nach Vourliotes. Wir spazieren durch das Dorf und anschliessend auf der Strasse zum Kloster Moni Vronda. Es ist der Tag des Heiligenfestes, deshalb ist die älteste Klosteranlage der Insel, die durch die Waldbrände im Jahr 2000 schwer beschädigt wurde, heute geöffnet.

Nach einem kurzen Rundgang wandern wir zurück zum Auto und fahren das kurze Stück bis zur Taverne an der Pnaka-Quelle.

In dieser lauschigen Oase geniessen wir den besten frischgepressten Orangensaft der Insel und lassen uns ein kleines Mittagessen schmecken.

Anschliessend machen wir es uns ein wenig am Tsabou-Strand gemütlich. Der Wellengang ist wieder einmal zu stark um unter Wasser zu fotografieren. Mit Händen und Füssen an Felsen verkeilt, gelingen mit trotzdem einige gute Aufnahmen und ich freue mich, meinen ersten Oktopus ablichten zu können.

Gegen Abend treffen wir uns mit den anderen Gästen der Pension Ermioni auf der Terrasse: Ulrike und Jannis haben zum Loukoumades-Essen geladen. Es wird eine nette Runde und wir unterhalten uns prächtig.

6. Tag:

Ich wache viel zu früh auf. Eine gute Gelegenheit, um den legendären Sonnenaufgang in Ireon zu bewundern und zu fotografieren.

Um 6.15 Uhr bin ich am Strand: Es ist noch recht dunkel, nur ein roter Streifen zeigt sich schon hinter dem Kap Mykale. Im Laufe der nächsten 45 Minuten bietet sich mir ein grandioses Schauspiel. Ich freue mich, daß ich die Gelegenheit genutzt habe.

Später taucht Jörg überraschend an unserem Frühstückstisch auf.
Er hat für den Tag noch nichts vor, also beschliessen wir, gemeinsam nach Mili zu wandern. Wir wollen den Weg am Imvrassos entlang nehmen. Unterhalb der Imvrassos-Brück entdecken wir einige Sumpfschildkröten, die sich sonnen. Eine Kröte hat es sich auf einem weggeworfenen Pizzakarton gemütlich gemacht.

Vorbei an Obstgärten und Olivenplantagen spazieren wir ins Landesinnere. In Mili angekommen, machen wir es uns unter den Maulbeerbäumen auf der Platia gemütlich. Jörg wird als früherer Stammgast der Dorfes sogleich erkannt und angesprochen.

Nach einem Dorfrundgang wandern wir auf “Jörgs Geheimpfaden” zurück nach Ireon, lassen uns in der Summertime-Bar sensationelle Eisbecher schmecken und verabreden uns zum Abendessen bei Susi und Yiannis (“Yiannis Taverne”)

7. Tag:

Wieder einmal dürfen wir uns an Ulrikes phantastischem Frühstück erfreuen. Jeden Tag bleiben wir noch etwas länger sitzen und ratschen mit den netten anderen Gästen. Es sind lauter Gleichgesinnte, die die familiäre Atmosphäre einer kleinen aber feinen Pension jedem Luxushotel vorziehen.

Später als sonst brechen wir auf. Wir wandern am Pappas Beach vorbei immer weiter nach Süden. Bei einer Hausruine biegen wir auf den Pfad Richtung Meer ab und erkennen schon bald den weißen Felsbogen des Asprokavos. Wir breiten uns auf einer Felsterrasse aus, bereiten Schnorchelzeug und Unterwasserkamera vor und tauchen gleich darauf in eine besonders schöne Unterwasserwelt ein. Wir sehen für das Mittelmeer erstaunlich bunte Fische, ein leuchtend orangeroter Kalkröhrenwurm breitet seine Tentakelkrone aus und unter einem überhängenden Felsen entdecke ich einen recht großen Oktopus.

Kaum halte ich ihm die Kamera “vor die Nase”, wird er schlagartig blaß – oh Sorry ! Also die Kamera etwas weiter weg und der Krake nimmt wieder seine normale Farbe an. Toll !

Auf dem Rückweg machen wir Rast in der Taverne am Pappas Beach, essen eine Kleinigkeit und amüsieren uns über die zahme Krähe, die über Stühle und Tische hüpft und zwischendurch schon mal ein Möbelstück mit einem “Klecks” dekoriert…

Unser letzter Abend auf Samos bietet dann Anlass zu einer lustigen kleinen Abschiedsfeier unter Freunden in der “Anemos Bar”.

8.Tag:

Nach unserem letzten Frühstück heißt es Abschied nehmen, was uns richtig schwer fällt. Wir haben Ulrike und Jannis als besonders nette Gastgeber kennengelernt und würden es problemlos noch länger bei ihnen aushalten. Aber zu Hause warten unsere 3 Kinder samt Oma sehnsüchtig auf unsere Rückkehr…

Als letztes Highlight dürfen wir auf dem Weg zum Flughafen noch den Formel 1- Fahrstil unseres Taxifahrers geniessen…

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