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6. Tag

Freitag ist auf Samos An- und Abreisetag der Niederländer. Das haben wir genutzt, um von Potokaki aus ein wenig den Flugverkehr zu beobachten.
Zwei Maschinen konnten wir beim Landeanflug zuschauen und ein Flugzeug startete donnernd über unsere Köpfe hinweg. Leider hatte ich wohl versehentlich einen falschen Knopf an der Kamera gedrückt, so daß ausgerechnet dieses Foto nichts wurde… Mist !

Anschliessend fuhren wir über Chora nach Pefkos, wo wir es uns nach einem kurzen Bad im kalten Wasser zu einem langen Bad in der Sonne gemütlich machten. Später gönnten wir uns in der sehr originellen Ouzeri “Bella Vista” einen feudalen Imbiss. Der Kellner erklärte uns, daß wir uns etwas zu trinken bestellen sollen und er uns dann die Meze dazu bringt, was eben die Küche gerade hergibt. Das war heute: Geschmorte Auberginen (Imam), Fleischbällchen (Kefthedes), 3 Sorten falsche Frikadellen (Pseftikefthedes) aus Kichererbsen, Kürbis und Kartoffeln, Oktopus in Wein, und Thunfischsalat. Alles unglaublich lecker !

Für den Rückweg nahmen wir die Südküsten-Strasse über Spatharei und konnten bei herrlich klarer Luft auch weit entfernt gelegene Inseln noch gut erkennen. Zum Glück hatte mein Sohn kein Problem mit meinen häufigen Fotostopps… :-)

Später machten wir noch einen Spaziergang durchs Bergdorf Pagondas und hielten uns eine Weile am Aussichtspunkt an der Straße nach Ireon auf, wo sich zu meiner Freude ein Schwarm der buntschillernden Bienenfresser tummelte.

Gegen Abend gaben Ulrike und Jannis für ihre Gäste eine kleine Loukoumades- und Ouzoparty. Unsere Mitgäste sind wie immer sehr nett und zwei Ehepaare kenne ich sogar noch vom letzten Jahr. Eine lustige Runde, bestimmt nicht nur wegen dem Ouzo… :-)

7. Tag

Nachdem wir es im letzten Jahr wegen Vanessas “Serpentinen-Allergie” nicht in den Westen der Insel geschafft hatten, zog es mich dieses Jahr natürlich doppelt stark in diese wunderschöne und spektakuläre Landschaft.

Drakei hat sich nicht verändert. Beim Passieren der Taverne “I Anixi” versuchte die Wirtin uns wie üblich mit der Begrüßung “Hallo ! English ? Deutsch ?” in ihr Lokal zu locken. Wir lehnten freundlich ab und spazierten ein wenig durch das Dorf, darüber hinaus bis zum alten Waschhaus und weiter zum Friedhof.

Miturlauber Jörg hatte mich gebeten zu schauen, ob ich das Grab des verstorbenen Tavernenwirtes Stamatis / “Kostas” finden könnte. Da der Friedhof nicht gerade riesig ist und ich die griechische Schrift ganz gut lesen kann, gelang uns dies auch problemlos. Der Friedhof liegt wunderschön im Grünen und mit den buntgeschmückten, weissen Marmorgräbern und dem traumhaften Meerblick ist das wirklich ein großartiger Platz für die letzte Ruhe.

Kurz vor dem Friedhof ist auch der Einstieg in den Wanderweg zu den Seitani-Stränden und nach Potami. Eigentlich handelt es sich mehr um einen Ziegenpfad, der erst einmal eine ganze Weile steil bergauf führt. Wir haben die Wanderausflügler nicht wirklich beneidet, die offensichtlich kurz vor unserer Ankunft von einem Reisebus abgesetzt worden waren und sich vor dem großen Marsch noch mit Eis und kalten Getränken stärkten…

Eigentlich hatten wir vor, in der Taverne “Kostas” zu Mittag zu essen. Wir waren aber sehr früh dran, und so beschlossen wir, bis Limnionas zurückzufahren und uns dort zu stärken. In Kallithea fiel mir der Wegweiser zur Agios Haralambos Kapelle ins Auge, die ich schon lange besuchen wollte und so ließen wir unseren kleinen Jeep die ziemlich holprige Piste hinunterrumpeln. Wie oft auf Samos hat mich auch an diesem Ort die himmlische Ruhe begeistert (als der Motor abgestellt war, natürlich…. ;-).

Nach dem Mittagessen fuhren wir wieder zurück nach Ireon, wo wir uns zuerst ein Nickerchen im kühlen Zimmer und dann einen Kaffee auf der Platia gönnten. Ein Abstecher führte uns anschliessend in Ireon’s Wein- und Spirituosenhandlung “Cava”, wo wir uns in Vorbereitung der Heimreise mit flüssigen Souvenirs eindeckten. Giokarinis-Ouzo für Mama und Samos-Honig für Sohnemann… ;-)

8. Tag

Eigentlich hatte ich ja für heute angedacht, es etwas ruhiger angehen zu lassen. Immerhin ist dies unser letzter Tag auf Samos.

Warum wir uns trotzdem plötzlich auf der Schotterpiste zwischen Kamara und Galazio wiederfanden, mag an Ulrike und Jannis’ leckerem Sonntagsfrühstück oder auch am traumhaften Wetter gelegen haben. Ich hatte jedenfalls Lust, noch ein wenig in die “Wildnis” zu fahren.

Die Strecke durch die Wälder der Nordostküste und vorbei am Arkoudolakka – Hochtal ist wunderschön. Nach einigen Kilometern fällt dann die Landschaft ab und gibt den Blick auf die Steilküste und das Meer frei. Wir haben mal wieder eine besonders schöne Ecke unserer Trauminsel entdeckt.

Wir machen einen Abstecher zur Agios Antonios – Kapelle und rumpeln dann weiter über Galazio nach Agia Paraskevi, wo wir uns ein wenig Meeresgetier als Imbiss gönnen. Zurück geht es durch Kalami und Samos-Stadt nach Ireon.

Mit einem leckeren letzten Abendessen und einem Abschiedsouzo (oder zwei… oder so…) wird dieser Urlaub zu Ende gehen.
Morgen früh bringt uns Aegean Airlines wieder nach Athen, die Lufthansa nachmittags nach München und die Bahn zurück an den Bodensee.

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